Ich hätte niemals gedacht, dass ein Nachruf mein Letzter sein wird

von Heiko Sauer

Man weiß ja mittlerweile, dass ich auch ein großer Anhänger der Moskitos Essen bin und dort auch immer wieder schreiben darf und von Anfang an hat uns ein echter Typ begleitet, ein Mensch, den wir sehr schätzten.

Hans Marbach ist von uns gegangen.

Er war nicht nur der Ordner am Aufgang Sitzplatz, nein, er war eine echte und wahrhafte Institution.

Immer ein Lächeln im Gesicht, immer zu einem Plausch bereit, nie böse oder ungehalten. Er hat für mich und viele Menschen den Prototypen eines perfekten Ordners dargestellt.

Soviel Herzenswärme, soviel Empathie und soviel Verständnis für jeden, der zu ihm kam, an ihm vorbei musste oder dort saß, so wie wir auch.

Unsere Stammplätze 1003 und 1004 waren Plätze direkt bei Hans und wir haben immer geplaudert oder gefachsimpelt was das Zeug hielt.

Immer wieder überraschte er uns mit seinem tollen Wissen über „seine“ Mücken, für mich eine wahre Goldgrube, wenn ich über den ESC schrieb.

Liebe Silke und alle Angehörigen von diesem großartigen Menschen Hans Marbach, unser tief empfundenes Beileid.

Wir vermissen ihn sehr und es wird in der neuen Saison ein Lücke da sein, die nicht geschlossen werden kann.

Platz 1003 und 1004 grüßen dich ein letztes Mal.

R.I.P. Hans

Heiko Sauer und Zelda Lemke

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Das Halbfinale zwischen München und Mannheim ist Geschichte

von Heiko Sauer

Lange hin und her überlegt, ob ich noch etwas schreiben sollte zu dieser wilden Serie zwischen München und Mannheim. Schlussendlich gaben die hater – natürlich größtenteils aus der bayerischen Ecke kommend – den Ausschlag, einen finalen Senf abzugeben. So leicht kommt mir das giftige Halbfinale nicht davon.

Einmal die Aufreger nach Ablauf zusammengefasst:

Als da wäre ganz klar Platz 1: Pinizzotto der den Henker spielte und unter höhnischem Applaus – von Teilen des Münchner Publikums – Matthias Plachta fällte und das gleich weiter geklatscht hatte, als sich die #14 auf der Strafbank wie ein kleines ungezogenes Kind benahm.

Über den Zettel – man erinnert sich mit Grausen – zu Spiel 2 in München muss man keine großartigen Worte verlieren, der sprach für sich selbst und disqualifizierte sich komplett und umgehend.

Mr. Jackson und Fielmann sollten dringend eine Kooperation eingehen, damit seine Sicht auf das Spielgeschehen noch klarer wird, Thema „brutalste Serie ever“ oder auch immer wieder gerne zitiert „clean hit“, wow, das war großes Kino. Sowas von einem ehemaligen Weltklasse Verteidiger und Stanley Cup Champion zu lesen, Respekt! Die NHL ist ja auch dafür bekannt, Pussy-Hockey zu spielen, vielleicht hat er ja in den Play Offs dort gefehlt.

Da war da noch Stewarts Strafe nach seiner Schiedsrichter-Kritik. Ein an Unsinnigkeit kaum zu überbietender Maulkorberlass der DEB Paragraphenreiter. Bloß keine Kritik üben und gleich hinterher die salbungsvollen Worte eines Herrn Hindelang zur vergifteten Situation. Geschenkt!

Der himmelschreiende Blödsinn eines bayrischen Politikers, Pinizzotto in Ingolstadt Hausverbot zu erteilen, das ist meiner Meinung nach genau so dämlich, wie eine Anzeige gegen Steven Pinizzotto für die Aktion gegen Matthias Plachta zu schalten. Armes Deutschland sage ich dazu.

Nervig, wenn auch erfolgreich, war der Debattierclub auf Münchens Bank – nach dem Stockstich/Stockschlag von Mannheims Plachta – und das Umkippen der Schiedsrichter und Ändern der Strafe (ganz zu Schweigen, dass diese blöde Aktion von Plachte das Spiel gekostet hatte). Das hätte man viel dringender woanders erwarten müssen, stattdessen war es in München bei der Pinizzotto-Aktion nach Mannheimer Intervention auf der Seite der Gestreiften still wie in einer Bibliothek.

Der Stadionsprecher in MUC – Herr Schneider – vom Hörensagen – der hämisch und ganz und gar nicht unparteiisch (als Offizieller) agierte, Radiomoderation stand ihm bestimmt besser und ich meine dazu: Bräurosl-Mentalität.

Die Lächerlichkeit nach Beantragung eines Ermittlungsverfahrens gegen David Wolf, für was auch immer. Der Verdacht liegt nah, dass Wolf eigentlich Kink heißen sollte (da hätte man wohl mit einer Strafe rechnen können, bei dem hit gegen Michi Wolf), hat man da vielleicht was verwechselt? War da wohl ein Azubi am Werk?

Unterm Strich muss man sagen, dass es ein Spiel ziemlich auf Augenhöhe war, München jedoch cleverer agierte und die Unruhe innerhalb und außerhalb der Spielgeschehens für sich besser nutzte, über das letzte Spiel breite ich liebend gern den Mantel des Schweigens.

DJ war für mich der bessere, ausgebufftere Psychologe, da hat Stewart offensichtlich seinen Meister gefunden. Aber will man „sowas“ als Hockeyfan wirklich erleben?

P.S. Stewart: Good job, was er noch hingebogen hat war á la bonne heure!

Meine Sieger und Verlierer dieser Serie zwischen Mannheim und München:

Verlierer

1. Das höhnische Münchner Publikum bzw. ein große Anzahl von Zuschauern bei Spiel 1 und 2 dahoam, die offensichtlich Gewalt und Vorsatz goutierten und/oder schlechte Augen und eine miese Kinderstube hatten.

2. Der Schiedsrichter, der in unmittelbarer Nähe zur Pinizzotto-Aktion stand und trotzdem nichts bemerkt hat

3. Matthias Plachta mit seiner völlig unsinnigen Aktion in Spiel 4

4. Fans beider Lager – und auch anderer Teams – die deutlich unter der Gürtellinie argumentierten – ich schreibe besser – beleidigten und sich dem Niveau einiger Aktionen in der Serie hervorragend anpassten

5. Adler Mannheim, es hat nicht sollen sein

Gewinner

1. Münchens Abeltshauser, der erkannt hat, dass man auch Kollege ist und sich fair verhalten hat

2. Viele Eishockeyfans, die sich ruhig und entspannt benommen und mit ihren Posts überall versucht haben, die Schärfe aus dem Duell zu nehmen

3. EHC Red Bull München, die das Halbfinale für sich entschieden und das unterm Strich nicht unverdient, Glückwunsch dafür und viel Erfolg im Finale.

That’s it und auf ein Neues!

Heiko Sauer mit Nachschlag

Ich sag dann mal Bescheid liebe Münchner…

von Heiko Sauer

Mal ganz davon abgesehen, dass Herr Pinizzotto – eines Larkin gleich vor Monaten in Schweden – eine „unschöne“ Aktion gegen Plachta startete und auch zu Recht die Maximalstrafe von 5 Spielen bekam, so wundert ihr euch wirklich, dass ein Shitstorm über euch hereinbrach?

(Im übrigen musste Mannheim das auch aushalten nach dem Larkin Foul und hielt es auch aus).

Es scheint im Süden das Fell ein wenig mehr geschoren, als im Rest der Republik, was ich meine, dass man auch mal aufrecht sowas über sich hereinprasseln lassen darf und nicht überall Verschwörung vermuten muss. Nüchtern betrachtet, darf sich München auch überhaupt keine Sekunde beschweren, benachteiligt worden zu sein, ich denke – und da schreibe ich wohl auch für Mannheim – wurde auf beiden Seiten das Reglement sehr weit gestreckt, dass einem halbwegs Regelkundigen manchmal eine Gänsehaut den Rücken runterlief.

Also, was soll die Jammerei?

Wenn ich mir so das Geschreibsel durchlese, dass „offensichtlich“(?) überall angepint war in eurem „geliebten Stadion“, in dem von „grober Unsportlichkeit war die Rede“ (Foul der #14 an Plachta) und „…Hass und Unmut von Seiten der Adler…“ geschrieben wird, dann gute Nacht.

Schlicht und ergreifend habt ihr euch doch den „Unmut“ selbst zugezogen (das Wort Hass nehme ich im Bezug auf Eishockey nicht in den Mund). Ich darf an das höhnischen Applaudieren und Pfeifen erinnern, als Plachta platt auf dem Eis lag – nicht alle eurer Fans waren so „übermotiviert“ natürlich und ich nehme auch gerne die heraus, die es aus der Entfernung nicht exakt sehen konnten, was passierte – das war großes Kino der Unsportlichkeit, sich dann über eure #14 noch zu freuen, als der auf der Strafbank einen Beweis seiner eindimensionalen Intelligenz abgab, großartiger Scheiss.

Ein klein wenig Empathie oder Sportsgeist eines Abeltshauser hätte vielen gutgetan, sowas nenne ich Fairness und er ist großer Sportsmann.

Klar darf man Plachta dann 4 Tage später auspfeifen, damit hat der Mannheimer kein Problem, ihn als Schauspieler zu bezeichnen oder das Wort mit dem „A“ – wie unter Drogen – permanent zu blöken, ist nach dem üblen Rumms ziemlich weit hergeholt. Ich für meine Person bin heilfroh, dass der Junge nicht für lange Zeit schwer verletzt ausfällt.

Keiner verlangt Applaus von euch, unnötig wie ein Kropf und das will auch niemand, aber sich mal hinterfragen, ob Eishockey ein Brutalo- oder Hass-Sport ist oder nicht, das hat schon Sinn.

Übrigens kotzt mich die extrem hohe Aggressivität und die Beleidigungen weit unter der Gürtellinie aus „unserer Ecke“ mindestens genau so an.

Nochmal was zu meinem Oster Hasi Blog: Es war der 1. April und dazu noch Ostern, mir Hass, Hetze und bashing zu unterstellen aus der RB Ecke war schon frech, schon mal was von Ironie, Sarkasmus und Spaß gehört?

Ich gehöre tatsächlich zu denen, die mit dem Hersteller der Gummibärchen-Brause keinerlei Probleme hat, Pech gehabt, den Gefallen tue ich euch nicht! Ich wünsche mir mehr Sponsoren diesen Kalibers im Eishockey.

Kleiner Tipp eines alten Mannes, der in den social media auch schon das Fell mehr als einmal über die Ohren gezogen bekommen hat: Aufrecht stehen und aushalten, Nachdenken ist auch ab und zu mal erlaubt.

Fröhliche weitere Spiele.

It’s Play Off Time !

Heiko Sauer

Skandal! Red Bull München strebt Annullierung der 2:4 Auswärtsniederlage an

von Oster Hasi

Wie aus gewöhnlich exzellent unterrichteten Kreisen aus der bayerischen Landeshauptstadt zu hören war, wurden folgende Anträge an den DEB gestellt:

Annullierung des letzten – verlorenen – Spiels wegen „das-kann-doch-nicht-sein,-da ist-man-besser-und-die-Adler-trauen-sich-Charakter-zu-zeigen.

Weiterhin wurde der DEB informiert und um das ein für alle mal klarzustellen und es somit als unumstößliches Gesetz zu zementieren:

1. RB München hat ganz klar und mit größtem Abstand die meisten und besten Fans der Welt.

2. Niemand, nochmal NIEMAND! hat das Recht das anzuzweifeln und wohlmöglich auch mit gutem Grund, denn das kann nicht sein, dass es bessere Fans gibt.

3. Die Fans der anderen Vereine, haben die auch noch mehr Tradition, als der Club aus Bayern – was natürlich gar nicht möglich ist – haben Demut zu zeigen und um Gotteswillen NIEMALS in der Eishalle zu München laut zu singen, zu stören und Stimmung zu machen. Ein Münchner Fan benimmt sich grundsätzlich außerdem niemals daneben, ist immer fair und freundlich. Jegliche Zweifel daran sind Betrug und fake news.

4. Realität und in Stein gemeißelt ist, dass natürlich auswärts immer – absolut IMMER – keine Stimmung ist und nur – absolut NUR – die RB Fans zu hören sind und wehe dem, man hört mal das Heimteam, dann war bestimmt ein Mikrofon bei wenigen Sangeskünstlern installiert oder die Einheimischen haben kurzerhand die Fischer Chöre extra eingekauft, alles andere ist unerklärlich und völlig unmöglich.

5. Selbstverständlich ist eine Majestätsbeleidigung aller erster Güte, auch nur den leisesten Zweifel zu äußern, dass die besten Fans der Welt auswärts nicht grundsätzlich immer mit den meisten Reisenden auftreten. Natürlich gehört es sich auch so, dass mindestens 300 Supporter immer auch 800 bedeutet. Das ist immens wichtig und alles andere wäre höchst beleidigend.

6. Jede Niederlage der RB‘ler ist natürlich nur zustande gekommen, weil der Gegner dreckiger gespielt hat und vor allem war sie immer unnötig und man war irgendwie trotz verlorenem Spiel grundsätzlich besser, weil man eben immer besser ist. Das gegnerische Team ist niemals stärker. Das ist nun mal Gesetz.

7. Das Team aus dem Süden muss auch immer deutscher Meister werden, wenn sie es mal nicht werden, dann handelt es sich ganz klar um Betrug, Scheiss Schiedsrichter, Scheiss DEB, Scheiss Eis oder Scheiss Bratwurst und never ever, dass es vielleicht eine bessere Mannschaft gibt.

8. Eine Boshaftigkeit sondergleichen ist auch das Anzweifeln, dass die Olympia-Arena nicht immer ausverkauft ist, dass niemals verbilligte Tickets über wen auch immer vertrieben werden usw.. Leere Plätze in der Arena sind entweder a. eine optische Täuschung oder b. sind 2000 eben mal permanent auf den Örtlichkeiten oder dauernd am Rauchen oder beim Getränke holen, das darf auch schon mal 3 Drittel dauern.

Amen

Viel Vergnügen weiterhin in den Play-Offs

Oster Hasi deckt einen Skandal auf

Spiel 1 in München und mir fehlen etwas die Worte

von Heiko Sauer

Vorab war es ein typisches Play-Off Spiel, was mir über 30 Minuten sogar enorm Spaß gemacht hatte. Ehrlich, das war rassig, hatte Klasse und – vor dem Fernseher – kam immer wieder das rüber, warum ich den Sport so liebe.

Bis dann so ein paar – ich nenne sie mal „wenig-lämmchensanfte” – Aktionen ein komplettes Spiel auf die verkehrten Schienen setzte. Ein bis dahin richtig starkes Spiel verkam dann zu einer Schlammschlacht sondergleichen. Klar, 2+2 gegen Wolf (hoher Stock mit Verletzung) für mich so in Ordnung, es interessiert auch ganz sicher nur die Vereinsbrillen-Fans, dass Hager evtl. Bein stellte und aus dieser Situation der Kontrollverlust entstand, schlussendlich ist der Spieler für sein Spielgerät selbst verantwortlich. Kann man mal so machen.

Das Colaiacovo nach einer harten Aktion nicht mehr weiterspielen konnte, ok, wer hat es genau beobachtet? Mir sind die Details einfach entgangen.

Was aber der so liebevoll beim „fachkundigen“ und so „fairen“ Münchner Publikum genannte „Pinner“ (übrigens bei T9 Einstellung wird aus dem „i“ ein „e“, nanu?) mal wieder veranstaltet hatte, geht auf keine Kuhhaut und auch noch unter freundlicher Betrachtung der Gestreiften.

Man kann die Situation rückwärts wie vorwärts laufen lassen, es bleibt dabei, der Ellbogen hat dort ganz sicher nix zu suchen und ein Plachta ist auch nicht dafür bekannt zu schauspielern. Wenn besagter Liebling des Münchner Publikums dann auch noch auf der Strafbank – in meinen Augen – obszön weiter stänkert und als krönender Abschluss nach Verbüßen seiner 2 Minuten (nein keine Matchstrafe) aufs Eis stürmt und Handschuhe und Helm wegfeuert um mit Wolf zu boxen (da heimste er wenigstens seine 10 Minuten ein), nun denn, wenn es nicht der Herr P. aus M. wäre, würde ich völlig konsterniert über soviel Aggressionspotential sein.

Das muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen: Pinizzotto bekommt 2 Minuten wegen Händeln mit Wolf und gar nichts dafür, dass er Plachta platt gemacht hat. Hut ab Schiedsrichter, daran vorbeizuschauen ist schon schwierig genug.

Ich hatte immer wieder Don Jackson beobachtet, wenn er eingeblendet wurde und mich beschleicht da ein ganz unangenehmes Gefühl – meine Erinnerung waberte weit zurück zu Eisbären-Zeiten – er kennt alle Tricks und Kniffe, ein Spiel zu manipulieren, dass hat er in der Vergangenheit öfter bewiesen und auch dieses Mal zerstörten ein paar Aktionen ein Spiel. Wer Böses dabei denkt. Ich unterstelle ihm ganz sicher nicht, dass er das ganz genau so vor hatte, trotzdem bleibt ein fader Beigeschmack, ein sehr fader Beigeschmack und er hätte mit Pinnizotto auch den richtigen Handlanger.

Nein, kein Mimimi, unnötig, denn im Grunde waren es nicht nur die seltsamen Vorkommnisse, sondern eigentlich waren die Adler teilweise selbst schuld.

Dumme Strafen – besonders die, welche zur doppelten Unterzahl führten – kein Scheibenglück vor dem Münchner Kasten, Beispiel #42 Kolarik und eine großartige Reihe der Münchner um 2 ehemalige Adler, nämlich Kahun und Mauer, entschieden dieses Spiel mit.

Ich hoffe nur, man bewahrt einen kühlen Kopf und lässt sich nicht provozieren im nächsten Spiel, denn wenn man die Kommentare in den unterschiedlichen Medien liest, dann hat sich München in dem Spiel keine Freunde gemacht und das überall. Rache ist fehl am Platz, zeigt es dieser Truppe spielerisch.

Weiter oben, im Zusammenhang mit dem Münchner Publikum (oder wenigstens den größten Schreihälsen dort) habe ich natürlich Ironie und Sarkasmus eingebaut. Das war kein großes Kino liebe Münchner, das war einfach nur schwach und billig. Nehmt euch ein Beispiel an Konrad Abeltshauser.

Spiel 1 abhaken und am Samstag einfach fair, hart aber sauber gegenhalten. Die Serie ist noch lange nicht beendet.

It’s Hockey Time !

Heiko Sauer ist gespannt auf Herrn Boos Reaktion

Die Play-Offs und ihre Glücksbringer

von Heiko Sauer

Kennt ihr oder? Kaum beginnen in den verschiedenen Ligen die Play-Offs, da schwört eine besondere Spezies von Fans auf ihre Glücksbringer aller Art, nur damit alles ausgeschöpft wird, sozusagen um ja nichts auszulassen, was sein Team in die nächste Runde „hereinglücksbringert“.

Da ist an sich nichts Verwerfliches dabei, wenn, ja wenn dieses nicht zuweil seltsame Blüten treiben würde.

Es sagt ja niemand was, wenn das Asbach-Uralt-Trikot von Neunzehnhundertpfeifendeckel – im wahrsten Sinne – ausgegraben wird und sich selbst der eine oder andere Methusalem-Supporter fragt, wer das wohl da hinten drauf sein sollte und wann der mal „hier“ gespielt hat. Ganz zu schweigen von den Motten, die bei jeder Klatschbewegung des Leibchenträgers aus demselben panisch das Weite suchen. Ok, lassen wir als Glücksbringer grad so durchrutschen.

Interessanter und ungleich seltsamer wird es, wenn dann der zum Aberglauben neigende meint, dass die Boxershorts, die zum letzten Vorrundenspiel sein Gemächt zierte, gefälligst auch die Play-Offs hindurch genau – und vorallem gänzlich ungereinigt – am selben Platze seinen Dienst zu verrichten hat.

Ich bin sicher, der hat bei voller Hütte überhaupt keinerlei Platzprobleme. Ich stelle mir die Lebenserwartung der Motten grad vor, wenn beide Spezialisten auch noch nebeneinander stehen würden.

Vom Geschmacklosen zum Kuriosen und das mit Anlauf. Immer wieder aufregend, wenn dann sein ganz spezielles Glücksschwein, eben auch ein solches ist und fröhlich quiekend jeden Einschlag hinters des Gegners Torwart kommentiert. Ein Ferkel geht ja irgendwie noch, aber wenn das putzige Schweinchen Rudi der kapitale 300 Kilo Eber Rudolf ist. Da heißt es, einfach entspannt bleiben, schließlich mögen wir Tiere, wenn auch Rudolf viel lieber lecker paniert und als Schnitzel mit Pommes Rot-Weiss.

Was würde man eigentlich machen, wenn – weil wir grad im Reich der Tiere sind – das Glücksschweinchen eine 5 Meter lange Anaconda oder wohlmöglich Norbert das Nilkrokodil ist? Und ich schreibe nicht von irgendwelchen Stofftieren oder ausgestopftem Wandschmuck. Als Security würde ich sowas ganz sicher durchlasen, denn so schnell wie ich aus der Sicherheitsdienst-Buxe flüchten würde, schafft das kein Usain Bolt.

Da lobe ich mir doch das beliebte Hufeisen – wenn das Ross natürlich nicht mehr an seinem Schuh dranhängt – die Hasenpfote oder auch immer wieder gern genommen, das Kleeblatt, da darf es dann bei ganz hartnäckigen Fällen auch mal eine ganze Wiese sein.

Wie sieht’s denn bei euch so aus mit Glücksbringer? Ich selbst wechsle meine Jacke einfach nicht mehr, böse Zungen behaupten, weil ich keine zweite hätte. So eine bodenlose Gemeinheit, auch wenn es stimmt.

Viel Glück an alle Hockey-Play-“Offler”.

It’s Hockey Time !

Heiko Sauer’s Glücksjacke

*Sing*… “Fuchs du hast den Sport versaut und du lernst es nie und du lernst es nie…“

von Heiko Sauer

Dieses zauberhafte Kinderlied ist mal mindestens so alt wie uns der Wahnsinn aus dem “SUe“-Land traktiert. Dabei löst sich innerlich – zumindest bei mir – hysterisches Gelächter, Kopfschütteln, Kulleraugen wegen unterstellter Frechheiten (Lügen wollte ich nicht schreiben), Würgegefühl, sowie Mitleid ab.

Eine herrliche Bandbreite psychischer Indikationen, die an der Wedau möglicherweise eine einzige Person sein Eigen nennen dürfte (munkelt man, wobei „cholerisch“ noch wunderbar in die Liste passt).

Seit dem Donnerstag kommen noch heftige Ausbrüche „Schlämmerscher-Schnappartmung“ dazu, als ich den Artikel der Eishockey News las, über das einmal komplette feuchte Durchwischen im Fuchsbau.

Sowas nennt man wohl konsequent oder auch ein starkes Zeichen setzen. Mir fällt dazu aber auch ein: Der Wahnsinn hat einen Namen und dieser Wahnsinn hat einfach alles getopt, was da die letzten Jahre uns so “verwunderte”, freundlich ausgedrückt.

Mir schießt da grad ein Gedanke durch meinen Schädel: Welch Verrücktes kann man denn jetzt noch bieten? Ausbau des Fuchsbaus zu einer Multifunktionsarena mit 20.000 Plätzen? Umsiedlung der Füchse nach Venlo (man versteht sich ja perfekt mit unseren Nachbarn)? Oder meldet man vielleicht gleich in der KHL? Ich gebe zu, mir fällt es schwer, noch Superlative zu finden.

Klar, wer die Kapelle bezahlt, kann sich die Musik wünschen, aber wenn man so gar keine Ahnung von Noten hat und man zwischen Adagio und Andante überhaupt nicht unterscheiden kann – nein, al dente ist was völlig anderes – dann sage ich dazu: Napoleon lässt grüßen (obwohl, der verstand wenigstens Französisch).

Ach übrigens, wenn da nun nicht mehr viele Cracks übrig bleiben, dann wünsche ich jetzt schon den Finanzverantwortlichen aller (Oberliga-) Clubs Durchhaltevermögen, es wird wohl teuer in der nächsten Zeit, wenn da jemand mit Scheinchen wedelt, weil er schließlich in der neuen Saison nicht nur mit einer oder zwei Reihen starten will.

Es sei denn, man gräbt die DEL oder DEL2 ab, um endlich mal das Versprechen aufzusteigen einzulösen.

Ich lach mich schlapp.

Ihr Duisburger Fans, alles Gute, wir fühlen mit euch.

It’s Hockey Time !

Heiko Sauer *Sing*