Es entsteht was in Düsseldorf, die Nordmänner sind auf Beutezug

von Heiko Sauer

Als Nordlicht hat man ganz klar auch ein Handball-Gen in seiner DNA und was lag näher, wenn schon 2. Liga in der Stadt – in der man wohnt – neuerdings stattfindet, dem auch gleich zum ersten Ligaspiel einen Besuch abzustatten.

Dazu spielt die erst 2017 gegründete Spielgemeinschaff HSG Neuss/Düsseldorf, die sich HC Rhein Vikings nennt, in einer todschicken Halle in Düsseldorf-Hassels, dem Castello, mit einer Kapazität von 3300 Zuschauern, perfekt zugeschnitten und sehr modern für diesen rassigen Sport.

Nachdem vor Jahren schon Kiel, Flensburg und Gummersbach in der ersten Liga in Düsseldorf ihre Visitenkarte dagelassen hatten, verschwand Bundesligahandball dann damals nach der Saison 2009/10 in der Versenkung, finanziell am Ende.

Erst die Spielgemeinschaft zwischen dem Neusser HV und ART Düsseldorf bringt diesen großartigen Sport im Profibereich zurück in die Landeshauptstadt.

Die eingleisige 2. Liga birgt schon einige große Namen des Handballsports, neben Lübeck-Schwartau, tummeln sich so illustre Vereine wie TUSEM Essen, HSG Nordhorn-Lingen, ThSV Eisenach, die 1. Liga Absteiger Bergischer HC und HBW Balingen-Weilstetten oder auch BBM Bietigheim im Handballunterhaus. Das wird für die Vikings ganz sicher ein hartes Stück Arbeit, am Ende der Saison von den kritischen Plätzen weit genug entfernt zu sein.

Gegen die HSG Konstanz im ersten Heimspiel, sah es zur Halbzeit noch sehr gut aus, man führte 13:10, einige Ungenauigkeiten im Abschluss, ein starker Torwart, gepaart mit zu vielen Strafzeiten, ermöglichten Konstanz, heranzukommen und in der 44. Minute hieß es dann 17:17.

Es wurde dann das erwartet zähe Spiel, kein Team konnte sich absetzen und die Vikinganhänger unter den fast 1000 Fans, mussten durch ein Wechselbad der Emotionen. Goalie Bozic und der starke Pankofer mit einigen erfolgreichen 1 gegen 1 Aktionen, hielten die Rhein Vikings im Spiel, so dass es bis zur 55. Minute 22:21 stand und die letzten 5 Minuten eine reine Nervenschlacht wurden.

1 Minute vor Ende erneut Ausgleich und völlig irre 3 Sekunden vor der Schlusssirene einen Gegenzug zum 24:23 eingenetzt. Das war ein Herzschlagfinale pur. Die Vikings mit dem ersten Sieg in der 2. Handballbundesliga.

Dramatisch und spannend bis zum Ende, für uns als Handballfans genau das richtige erste Spiel gewesen und ganz sicher nicht das letzte, wir kommen wieder.

It’s Handball-Time !

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